Lichterkette

Lichterkettenmarsch am 6. Januar 2006

Schüler und Eltern des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums haben am 6. Januar 2006, dem ersten Jahrestag des Beginns der öffentlichen Proteste, mit einem Lichterkettenmarsch erneut für den Erhalt ihres Gymnasiums am Standort Römerweg demonstriert.

Etwa 800 Teilnehmer zogen unter dem Motto „COPPI lebt! COPPI bleibt! Wir sind COPPI!“ von der Trabrennbahn Karlshorst entlang der Treskowallee zum Römerweg. Sie wandten sich zum wiederholten Mal gegen die Pläne des Bezirksamts Berlin-Lichtenberg, die Schule mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium in Rummelsburg an dessen Standort in der Lückstraße zu fusionieren.

Gemeinsam mit Schülern und Eltern demonstrierten auch namhafte Bezirkspolitiker, unter ihnen Dr. Bert Flemming, Lothar Buschbeck, Gerrit Deutschmann (SPD) und Maik Berendt (CDU).

Anwohner und Geschäftsinhaber der Treskowallee zeigten sich mit den Protesten solidarisch und hatten zur Unterstützung Banner der Schüler ausgehängt.

Am Ende des ca. einstündigen, von Sprechchören und Musik begleiteten Marsches versammelten sich die Demonstrationsteilnehmer zur Abschlusskundgebung am Coppi-Gymnasium.

Dr. Ralf Schweitzer, stellvertretender Elternsprecher einer 10. Klasse und Mitglied der Gesamtelternvertretung, erinnerte die Teilnehmer, dass die Qualitäten der Schule das Ergebnis einer langjährigen Arbeit sind, die eine Gemeinschaft aus Schülern, Lehrern und Eltern geformt hat. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach einem Schulplatz sei das beste Zeugnis für die Schule.

„Die hohe Beteiligung der Schüler und Eltern an der Demonstration ist eine Zeichen für die Politik, dass die Betroffenen den Schließungsabsichten von Bezirksamt und Senat nicht nachgeben und mit allen Mitteln um den Erhalt des Coppi-Gymnasiums am Standort Römerweg kämpfen werden. Die Demonstration ist ein Versprechen, dass auch Schüler kommender Schülergenerationen noch die besondere Harmonie der Schule erleben, die das Heranwachsen als gut ausgebildete, tolerante Menschen ermöglicht. Die Abiturergebnisse des vergangenen Jahres, die die besten seit Beginn der gymnasialen Ausbildung sind, zeigen den ungebrochen hohen Leistungsanspruch. Karlshorst hat mit dem Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium im Römerweg eine nachgefragte Schule, die auch für die Attraktivität Stadtteils von Bedeutung ist.“

Der Protestmarsch am 6. Januar war der Auftakt der diesjährigen Aktivitäten. Seit über einem Jahr haben Eltern und Schüler des Coppi-Gymnasiums durch vielfältige Aktivitäten für den Erhalt ihrer Schule gekämpft und immer wieder das Gespräch mit den politisch Verantwortlichen gesucht. Die Entscheidungsträger in Berlin-Lichtenberg haben sich bislang jedoch nicht mit den zahlreichen sachlichen Argumenten der Eltern und Schüler auseinander gesetzt.

In letzter Konsequenz wurde der Rechtsweg beschritten. Am Berliner Oberverwaltungsgericht ist derzeit eine Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vom 11. August 2005 anhängig. Eine Entscheidung wird Anfang dieses Jahres erwartet.

Das in diesem Zusammenhang initiierte Bürgerbegehren, das am 30. Dezember 2005 beim Bezirksamt Lichtenberg eingereicht und am 24. Januar für zulässig erklärt worden war, zielt darauf ab, den Fusionsbeschluss des Bezirksamts rückgängig zu machen.

Siehe auch:

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Pressemitteilung 01/2006, 05.01.2006:
Demo für Erhalt des Coppi-Gymnasiums

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Pressemitteilung 02/2006, 09.01.2006:
Lichterkette für Erhalt des Coppi-Gymnasiums